Streuobstwiesen

Landschaftspflege

Ein Lebensraum für Mensch und Natur

Der Landkreis Bamberg zählt zu den Regionen in Bayern, in denen der Streuobstbau historisch gewachsen ist. Extensive Streuobstwiesen mit Hochstämmen alter Obstsorten von Apfel, Birne, Zwetschge, Kirsche und Walnuss haben wichtige ökologische Funktionen.

Sie gliedern und gestalten unsere Kulturlandschaft. Eine hohe Strukturvielfalt und ökologische Nischen bieten vielen Pflanzen und Tieren optimale Lebensbedingungen.

In alten Bäumen finden sich Höhlen von Vögeln. Totholzstrukturen werden von verschiedensten Insekten besiedelt. Auf den extensiv genutzten, blütenreichen Wiesen finden viele Blütenbesucher ein reiches Angebot an Nektar und Pollen. Reisighaufen vom Baumschnitt, Steinriegel und Feuchtstellen bereichern das Lebensraumangebot. Typische Vogelarten sind Gartenrotschwanz, Steinkauz, Rotwürger, Wiedehopf, Wendehals, Grauspecht und Mittelspecht. Dazu gesellt sich ein reiches Spektrum an Tagfaltern, Ameisen, Wildbienen und totholzbewohnenden Käfern.

Der Erhalt und die Pflege von alten Streuobstbeständen werden über das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) gefördert. Dabei darf keine Düngung erfolgen und die Mahd sollte möglichst spät im Jahr (nicht vor dem 15. Juli) mit Entsorgung des Mähgutes durchgeführt werden. Nachpflanzungen oder Neuanlagen von Streuobstbeständen mit Hochstämmen können über den Landschaftspflegeverband gefördert werden (nähere Informationen stehen auf dieser Seite als PDF zum Download zur Verfügung).

Streuobstwiese

Äpfel am Baum

Blühende Obstbäume