Der Landschaftspflegeverband – Ziele und Aufgaben

Über uns

Keine Landschaft gleicht der anderen. Jeder Lebensraumtyp benötigt ein eigenes Konzept. Landschaftspflegeverbände sind daher meist für das Gebiet eines Landkreises oder Naturraums zuständig. Diese dezentrale Organisation beachtet regionale Besonderheiten und verbessert die Chance, individuelle Landschaftsbilder zu erhalten. Der Trend zur Vereinheitlichung der räumlichen Struktur soll mehr regionaler Vielfalt Platz machen.​

Der Landschaftspflegeverband Landkreis Bamberg e.V. ist 1992 gegründet worden. Er ist gemeinnützig und hat keine behördlichen Befugnisse. Er setzt naturschutzfachliche Planungen um und regt neue Projekte bei den Gemeinden und Behörden an. Dabei kann er nur auf Wunsch der Grundstückseigentümer oder mit deren Einverständnis tätig werden. Wer mit uns zusammenarbeitet, tut dies freiwillig. Dies öffnet bei unseren Projekten die Türen viel schneller und ist oftmals erfolgversprechender als bei hoheitlichem Vorgehen.

Wie alle Landschaftspflegeverbände haben wir drei Hauptziele. Wir möchten:

  1. helfen, ein flächendeckendes Netz natürlicher und naturnaher Lebensräume zu schaffen, um die Lebensgrundlagen in unserer Kulturlandschaft intakt zu erhalten.
  2. der Landwirtschaft ein verlässliches Zusatzeinkommen im Naturschutz verschaffen und sie bei der Vermarktung gebietstypischer Produkte unterstützen.
  3. Impulse für eine nachhaltige Regionalentwicklung und umweltverträgliche Landnutzung geben, die das Besondere der einzelnen Regionen herausarbeiten und ihre Eigenkräfte wecken.

Wir springen also dort ein, wo sich die Landwirtschaft aus der Bewirtschaftung von naturschutzfachlich wertvollen Flächen zurückzieht. Wir führen die ursprüngliche Nutzung mit ortsansässigen Landwirten weiter. Die Arbeiten der Bauern werden nach Maschinenringsätzen honoriert. Dabei stellen die extensive, späte Mahd von Magerwiesen und Feuchtflächen oder die Entbuschung von ehemaligen Schafhutungen oder Halbtrockenrasen typische Maßnahmen der klassischen Landschaftspflege dar.

Auch konkrete Artenschutzmaßnahmen für seltene Tiere und Pflanzen führen wir durch. So unterstützen wir beispielsweise die Wiederansiedlung den Erhalt von Fledermauspopulationen. Auch scheinbar unspektakulären und wenig bekannten Arten, wie z.B. der Scheidigen Kronwicke bei Königsfeld oder den Wiesenknopf-Ameisenbläulingen im Aurachtal oder Itzgrund gelten unsere Schutzbemühungen.

Fransenenzian

Störche

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